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Ziele
der Hufpflege
Die BESW Hufakademie unterrichtet nicht nach einer bestimmten Hufbearbeitungsmethode. Vielmehr sind wir nach allen Seiten offen und wenden die für das Pferd jeweils passende Bearbeitung an. Dennoch verfolgen auch wir bestimmte Ziele bei der Hufbearbeitung, die wir zu einer Leitlinie zusammen gefasst haben. Diese Leitlinie dient als Orientierungshilfe bei der Hufbearbeitung an der BESW Akademie. Hierbei steht Transparenz für die Studentenschaft im Vordergrund. Das Ziel ist ein regelmäßiger Barhuf. Die Leitlinie soll helfen, die Prüfungsanforderungen zu verdeutlichen. Sie bezieht sich auf regelmäßige Hufe ohne besondere Abweichungen. Die Bearbeitung krankhaft veränderter Hufe kann sehr unterschiedlich sein und sollte speziell für den jeweiligen Fall beschrieben werden. Aufgrund der komplexen Lage müssen hier unter Umständen Kompromisse eingegangen werden.
Ziel der Hufpflege
Ziel der Hufpflege ist eine
beschwerdefreie Fortbewegung des Pferdes. Es muss in allen Gangarten
klar gehen bzw. laufen. Dieser Zustand muss mit Mitteln der Hufpflege
erhalten bzw. wieder hergestellt werden. Der Einsatz des Pferdes,
seine Haltung und Fütterung sowie ggf. weitere Parameter
können
die Hufbearbeitung beeinflussen. Dabei dürfen keine Kompromisse
eingegangen werden, die die beschwerdefreie Fortbewegung des
Pferdes beeinträchtigen.
Herstellen der mediolateralen Balance Eine mediolaterale Balance liegt vor, wenn die Hufwände nach der Bearbeitung von vorne und von hinten gesehen gleich hoch sind. Die höhere Seite wird soweit wie möglich gekürzt ohne dem Pferd Schaden zuzufügen. Wenn keine mediolaterale Balance hergestellt werden kann oder es aus physiologischen Gründen nicht sinnvoll ist, muss dies vor der Bearbeitung geklärt werden.
Herstellen der dorsopalmaren/dorsoplantare Balance Eine dorsopalmare/dorsoplantare
Balance liegt vor, wenn der Huf zum Fesselstand bzw. zur Winkelung
der Schultergliedmasse passt. Sollte es nicht möglich oder
aus physiologischen Gründen nicht sinnvoll sein, muss dies
vor der Bearbeitung geklärt werden.
Bearbeitung der Hufsohle Die Hufsohle soll möglichst
geschont werden. Dennoch muss die Sohle soweit aufgeschnitten
werden, dass deutlich zu erkenne ist, dass keine Nägel
oder andere Fremdkörper darin stecken. Doppelte Sohlen
werden aus diesem Grund selbstverständlich ebenso entfernt
wie Zerfallshorn. Es soll eine gleichmäßige Oberflächenstruktur
zu sehen sein.
Die Eckstreben müssen
erhalten bleiben. Dennoch ist zu beachten, dass die Eckstreben
soweit gekürzt
werden, dass sie leicht unter der Tragrandhöhe zurückbleiben
um beim Laufen keinen Druck auf die Sohle zu erzeugen. Umgekippte
Eckstreben, die sich zu einer doppelten Sohle entwickelt haben,
werden entfernt und bis auf die beschriebene Höhe gekürzt.
Die Eckstrebenäste werden auf Sohlenniveau gekürzt
Der Strahl soll ebenfalls möglichst
erhalten werden. Wichtig ist hierbei, die Strahlfurchen soweit
auszuscheiden, dass zu erkennen ist, dass keine Fremdkörper
vorhanden sind. Faule Stellen, Zerfallshorn und Taschen müssen
entfernt werden. Auch hier sollte möglichst eine gleichmäßige
Oberflächenstruktur
erzielt werden. Der Strahl sollte möglichst auf Tragrandhöhe
sein.
Bearbeitung des Tragrands Der Tragrand wird zur Herstellung
der Hufbalance oder wenn er zu lang ist gekürzt. Die Sohle
darf mittragen. Abhängig von Nutzung und Bodenverhöltnissen
darf der Tragrand leicht über Sohlenniveau herausragen. Der Tragrand
muss plan sein und eine gleichmäßige
Oberflächenstruktur soll erzielt werden.
Der Wandverlauf soll möglichst
gerade sein. Unebenheiten und Abweichungen vom gestreckten Verlauf
werden entfernt. Eine möglichst gleichmäßige
Oberflächenstruktur
soll erzielt werden. Der Tragrand wird außen leicht (maximal
bis zur halben Wandstärke) gerundet.
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